Was ist ein Podcast und welchen Vorteil hat er für ein Business?

Ob zur Weiterbildung, zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Entspannung oder einfach nur aus Langeweile: Das Hören von Podcasts ist heutzutage zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Dieser Prozess hat sich innerhalb der letzten Jahre schleichend vollzogen und es ist davon auszugehen, dass das Trendmedium in Zukunft sogar noch wichtiger werden wird. Immer mehr Werbetreibende und Brand-Developer nutzen es, um ihre Bekanntheit zu steigern und sich potenziellen Kunden zu präsentieren, ein kluger Schachzug, denn das Format bringt zahlreiche Vorteile mit sich.


Obwohl heutzutage jeder weiß, was gemeint ist, wenn von einem Podcast die Rede ist, ist nur wenigen bekannt, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Das Wort setzt sich aus dem

Kurzwort POD für "play on demand" und "cast", kurz für Broadcast, also Rundfunk, zusammen. Es handelt sich also um Radio auf Abruf, was viele Werbetreibende und Content-Producer für sich einzusetzen wissen. Anstatt ein Programm zu einer definierten Uhrzeit im Radio zu gestalten, haben sie nun die Möglichkeit, ihren Inhalt permanent einem interessierten Publikum zur Verfügung zu stellen. Anders als im Radio sprechen Podcasts nämlich eine gezieltere Hörerschaft an, da die Stichworte, die diese suchen, sie gezielt zu den Podcasts weiterleiten, die ihren Interessen entsprechen, weshalb gezielte SEO bei der Gestaltung und Eingliederung ins Web essenziell ist. Die Hörer wissen schon im Voraus, wonach sie suchen und finden dich daher durch gezielte Suchwörter.


Damit möglichst viele Internet-User auf deinen Podcast zugreifen können, ist es essenziell, dass er gut vernetzt ist. Die richtige Verlinkung durch Hashtags sowie mehrfache Nennungen auf hinführenden Social-Media Posts oder einem zum Podcast gehörenden Blog fördern eine hohe Besucherzahl auf deiner Page. Weise auch innerhalb deiner eigenen Postings mehrfach einzelne Folgen hin, damit er besser im Gedächtnis bleibt. Auch abwechselnde Erwähnungen aktueller und älterer Folgen zeigt, dass du ein breites Themenspektrum mit sich selbst ergänzenden und für viele Themen relevante Inhalte behandelst. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn dein Podcast von externen Seiten verlinkt wird, das heißt, wenn auch andere Blogger, Websites und Social-Media-Kanäle deinen Podcast empfehlen und den Link teilen.


Darüber hinaus ist es notwendig, dass ein Podcast aber auch über verschiedene Anbieter verfügbar sein, damit du möglichst viele Klicks generieren und Abonnenten gewinnen kannst. Spotify und Apple Podcasts sind neben Youtube-Videos die beliebtesten Formate. Du sorgst somit für eine erhöhte Sichtbarkeit deines Channels, wenn er auf mehreren Plattformen verfügbar ist, idealerweise nicht nur über kostenpflichtige.


Gib dem Inhalt deine Stimme


Dass Podcasts so effektive Werbungen sind, die deine Bekanntheit effektiv steigern, liegt auch daran, dass du durch authentisches Auftreten Vertrauen in deine Marke oder deinen Blog generieren kannst, indem du mit deiner Stimme und deinen Worten Sympathie und Expertise ausstrahlst. Je nachdem, um welche Art von Produkt oder Inhalt es sich handelt, stellen die Hörer andere Ansprüche an deinen Podcast, auf die du einfach reagieren kannst, indem du mit ihnen in Verbindung trittst.


Auch diese Nähe zu den Hörern schafft Sympathie. Der Vorteil eines Podcasts ist zudem, dass du deiner Aufnahme durch das Audio noch mehr Persönlichkeit verleihen kannst, da deine Stimme die Hörer auf einer anderen Ebene anspricht als geschriebene Sprache. Gelegentliche oh's, mhh's und ähm's sowie kleine sprachliche Ticks wie Füllwörter, die du sehr frequent nutzt, können sehr charmant sein, wenn sie nicht zu viel Raum einnehmen. Vermeide aber zu lange Stille, Stottern und extrem verschachtelte Sätze. Je nachdem, welche Thematik du behandelst, kommt häufig auch Humor gut an, sofern du es damit nicht übertreibst und er nicht gekünstelt wirkt.


Gibt es eine optimale Länge für Podcastepisoden?


Einer Umfrage von statista aus dem Jahr 2019 zufolge bevorzugen 23% der Podcast-Hörer in Deutschland eine Podcast-Länge von 11 bis 20 Minuten. Etwas weniger, 21%, finden 21 bis 30 Minuten ideal. Bei der Planung einer neuen Folge solltest du dich also möglichst in diesem Rahmen bewegen. Vermeide Episoden, die über eine Stunde dauern. Laut Statistik präferieren nur 11% der deutschen Podcast-Hörer diese Länge.


Die Dauer einzelner Episoden solltest du aber auch davon abhängig machen, worüber du sprichst, beziehungsweise wie viel Konzentration und Aufmerksamkeit notwendig ist um den Inhalt aufnehmen zu können. Sehr wissenschaftlich komplexe Podcasts sollten eher kurz gehalten werden, während du entspannte Interviews ein wenig ausdehnen kannst. Mach die Länge auch davon abhängig, wer deine Zuhörer sind. Kinder und alte Menschen sowie Menschen mit psychischen Problemen oder sehr gestresste Zuhörer werden nur mit Mühe so lang die Konzentration aufrechterhalten können. Letztlich ist auch noch ausschlaggebend, ob es sich um einen Podcast handelt, den man nebenbei, umgeben von alltäglichen Ablenkungen, etwa beim Autofahren, hört oder man sich dem Inhalt mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuwenden muss, wie beispielsweise bei Nachhilfe- Podcasts oder manchen Meditationen.


Verallgemeinernd kommen kürzere Podcasts, die in regelmäßigen Abständen erscheinen besser an, als lange Folgen. Allerdings auch hier gilt, du bist der Experte und bevor du, etwa bei einem interessanten Interview zu sehr an der Oberfläche der Thematik bleibst, nur um die optimale Länge nicht zu überschreiten, hänge lieber noch ein paar informative Minuten dran. Weitere Informationen findest du in meinem Podcastartikel "Was ist die optimale Länge für eine Podcastepisode?"


Sei inspirierend


Ob du mit deinem "Rundfunk on demand" ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, Ratschläge geben, oder eine Botschaft verbreiten willst. Nur wenn deine Stimme und Stimmung mit dem Inhalt d'accord gehen, wirst du von deinen Zuhörern als authentisch wahrgenommen. Achte auf eine deutliche Sprache, aber versuche nicht auf Biegen und Brechen deinen Akzent zu verstecken, oder allzu korrekt zu sprechen.


Kleine sprachliche Ticks und Persönlichkeit in der Sprache und Stimme vermitteln Authentizität und können deinen Wiedererkennungswert ausmachen. Denk auch immer daran, dass deine Hörer durch dich Lösungen finden und Inspirationen erhalten möchten, keine Probleme. Sofern du also nicht gerade eine Nachrichtenshow oder einen Grusel-Podcast moderierst, solltest du dem Negativen nicht zu viel Raum lassen. Versende nicht nur Rundfunk-, sondern auch Optimismus-Wellen.

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